Gedenktage Meinung Potsdam

Denk ich an Deutschland in der Nacht…

Denk ich an Deutschland in der Nacht…

Oft kommen einem diese Worte von Heine in den Sinn, wenn auch aus vollkommen anderen Gründen, als sie Heine damals hatte. Und noch habe ich keine Schlafprobleme.

Doch für Sorgen über die Entwicklungen in unserem Land und in Europa besteht leider jede Menge Anlass.

Heute vor 83 Jahren war der „Tag von Potsdam[1] inszeniert, um die gerade etablierte Herrschaft von Adolf Hitler zu festigen. Zwei Tage später wurde in der Kroll Oper das berüchtigte Ermächtigungsgesetz verabschiedet. Die Abgeordneten der KPD und einige Führungsmitglieder der SPD hatten kurz zuvor „nützliche Arbeiten in den Konzentrationslagern“[2] zugewiesen bekommen und waren am Erscheinen „gehindert“.

Potsdam und insbesondere die Potsdamer Garnisonkirche wurde als Kulisse für die Machtetablierung der Nazis genutzt. Der abgedankte Adel war tapfer dabei.

Wohin diese geführt hat, ist bekannt. Wenn auch heute wieder Kräfte in diesem Land erstarken, und mit rassistischen fremdenfeindlichen Parolen Wahlerfolge erzielen, wenn man mit anschauen muss, wie opportunistisch die etablierten Parteien darauf reagieren, dann ist das Anlass zu größter Sorge.

Heute ist Potsdam eine weltoffene aufgeklärte Stadt, die sich wiederholt gegen Fremdenfeindlichkeit gestellt hat. Lasst uns alle dafür sorgen, dass das Potsdam dies auch in Zukunft so bleibt.

Bundesarchiv_Bild_183-S38324,_Tag_von_Potsdam,_Adolf_Hitler,_Paul_v._HindenburgBundesarchiv, Bild 183-S38324 / CC-BY-SA 3.0


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Tag_von_Potsdam

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Frick

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